Warum ich ab 1996 zum Nichtwähler und ab 2005 wieder zum Wähler wurde
Mir wurde in der Zeit als Nichtwähler immer wieder vorgeworfen: "Wenn du nicht wählst, hast du auch nicht das Recht mitzureden." Jetzt gehe ich wählen und höre, "wie kannst Du nur diese Partei wählen?" Laut "SternWahlomat" hatte ich im Vorfeld der Bundestagswahlen 2009 die größte Übereinstimmung mit der Partei "Die Linke" - gewählt habe ich aber die FDP - Warum?
Da ich bereits im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 diese Internetseite geplant hatte und als Wähler diesmal noch mitreden wollte
, habe ich mich absichtlich für eine im Bundestag vertretene Partei entschieden.
WARUM FDP ?
"Die Linke" ist mir persönlich zu suspekt. Zudem bin ich in der Vergangenheit schon mit Aktivisten der Partei angeeckt. Deren Ansichten und Handlungen waren mir zu extrem, rücksichts- und kompromisslos.
Allerdings hat soziale Gerechtigkeit für mich einen hohen Stellenwert, was schlussendlich entsprechend vom Wahlomat durch verhältnismäßig viele Fragen in Bezug auf die soziale Einstellung im Resultat entsprechend hoch bewertet wurde.
Gesellschaftspolitisch sehr wichtig sind für mich u. a. die Weiterentwicklung der individuellen Freiheit - der freien sozialen Marktwirtschaft - des Umweltschutzes - der Bildungssysteme in Bezug auf ganzheitliche mitmenschliche Ausrichtung - der Rechtsstaatlichkeit, in welcher wirklich jeder vor dem Gesetz gleich ist - der Demokratie in eine mündige Demokratie - die Einführung eines moderaten Bürgergeldes - etc.
Da ich aus meiner Sichtweise die CDU/CSU, SPD und Die Linke im Moment für mich persönlich nicht für wählbar halte, von den Grünen als früherer langjähriger GrünenWähler aufgrund persönlicher Erlebnisse enttäuscht bin, blieb für mich nur die FDP als wählbar übrig.
Zudem ist mir die FDP in den letzten Jahren als einzige Partei positiv aufgefallen, die nicht in dem Maße wortbrüchig wurde wie die anderen Parteien.Mit dem Motto, "je freier ein Mensch ist, desto größer ist seine Verantwortung gegenüber der Natur und seinen Mitmenschen" hoffe ich, dass ich im Zuge dieser Initiative FDP-Mitglieder für dieses Motto sensibilisieren kann.
Vom FDP-Slogan "sozial ist, was Arbeit schafft" halte ich persönlich nichts, da er den Begriff "sozial" verfälscht und aus meiner Sicht nicht ganzheitlich ist.
Auf der anderen Seite gestehe ich den freiheitlichen Denkstrukturen der FDP eine größere gesellschaftlich positive Entwicklungsmöglichkeit zu, als den oftmals eingleisigen Denkstrukturen der anderen Parteien.
Mit der Regierungsarbeit der FDP bin ich bislang aber nur bedingt zufrieden. Die Mehrwertsteuersenkung für Hotels, die fehlende Sensibilität des Bundesaußenminister Westerwelle in Bezug auf seine Reisebegleiter bei Auslandsreisen, etc. erschließen sich mir nicht.
Was ich allerdings an der FDP in der jetzigen Koalition sehr schätze ist, dass sie für die Durchsetzung ihrer Wahlversprechen in der Koalition gekämpft hat. Dies, obwohl ich bereits im Vorfeld der Wahlen nicht alle Wahlversprechen der FDP befürwortet habe. Ob dies letztendlich ein Trick ist, um das eigene Wählerklientel zu befriedigen, bleibt für mich letztendlich noch offen.
Um eines nochmal klarzustellen
Ich habe aus meiner Sicht das - wie allgemein von vielen Wählern gesagt wird - geringere Übel gewählt. Es gibt für mich keine Partei, dazu gehören auch Kleinstparteien, zu denen ich Vertrauen hätte. Bei allen mir bekannten Parteien ist ganzheitliches Denken bislang nicht ersichtlich. Siehe rechte Spalte >>Daraus folgt für mich, dass ich bei den kommenden Bundestagswahlen wieder zum Kreis der Nichtwähler gehören könnte.
Auszug aus The Intelligence - Informationsportal:
Wen vertreten Volksvertreter wirklich - Bekenntnis eines AbgeordnetenUnd wer es auf bundespolitischer Ebene zu etwas bringen will, der darf auf keinen Fall den Fehler machen, in irgendeiner Form als Abweichler erkannt zu werden. Wer schön brav "abnickt", was ihm vorgelegt wird, der setzt die Grundsteine für höhere Aufgaben. Wer in der Opposition sitzt, ist dagegen - bis er möglicherweise selbst an die Regierung kommt. Dann sieht er alles plötzlich ganz anders! Traurig, aber wahr und für einen engagierten Volksvertreter oft genug äußerst frustrierend, wie der Autor an mehreren Stellen zugibt. [mehr]
Eine neue Partei zu gründen halte ich deshalb
aus meiner Sichtweise im Moment für überflüssig. Ganzheitliches Denken auf die Schnelle zu vermitteln ist unmöglich. Es handelt sich dabei um Bewusstseinsprozesse, die nachhaltig verinnerlicht werden müssen. D. h., man muss in Bezug auf die Vertreter des Volkes das bestmögliche Potential des Status quo nutzen.Parteiübergreifend gibt es genügend Volksvertreter, die eine relativ gute menschliche Einstellung haben, gute Arbeit leisten und die zu unterstützen ich befürworte.
Chancen, einen positiven gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen, sehe ich in der Gründung einer vernetzten außerparlamentarischen Opposition, welche sich einem bestmöglich ganzheitlichen Korrektiv annimmt.
Deshalb lade ich ein zum Mitmachen
Herzliche Grüße
Karl-Heinz SchusterHome > www.mit-mir-nicht-mehr.de